Freitag, 15. Oktober 2010

Edelstahl-Backrahmen

Die gibt es immer wieder mal als Angebot in den Supermärkten, kostet i.d.R. unter 10 Euro, ich verwende einen viereckigen, der in der Größe verstellbar ist. Ich benutze den gerne, weil man damit die Fläche des Backguts sehr gut variieren kann, die Dinger leicht zu reinigen sind und im Schrank wenig Platz brauchen. Wer keine Lust hat, sich auf die Suche danach zu begeben: bei ebay oder amazon kann man sowas auch bestellen.

Donnerstag, 14. Oktober 2010

Rindfleisch-Weißkohl-Eintopf

Zu meinen absoluten Lieblingsessen gehört dieser Eintopf. Er ist nicht schwierig zu machen, dauert zwar etwas in der Zubereitung, aber durch das Kochen größerer Mengen hat man damit gleich mehrere Mahlzeiten fertig, die man einfrieren oder in sehr gut gereinigten Schraubgläsern bevorraten kann.



Man braucht für 6 - 8 Leute:

  • ca. 1 kg Suppenfleisch (vom Rind)
  • 600 - 800 g Rindfleischknochen
  • 1 Weißkohl (oder Jaroma- oder Spitzkohl)
  • 1 - 2 Zwiebeln
  • 1 Bund Suppengrün (tiefgefrorenes Suppengemüse tut's auch - ungefähr 2 Handvoll)
  • Salz, gemahlenen Kümmel, etwas Pfeffer zum Abschmecken


Zubereitung:

Suppenfleisch und Knochen in einem großen Topf mit kaltem Wasser bedecken, auf dem Herd zum Kochen bringen und dann 2,5 - 3 Stunden auf mittlerer Hitze kochen lassen (schneller geht's im Dampfkochtopf - ich trau dem Ding bloß nicht). Ich mache das meist am Vorabend - dann kann man den Topf anschließend auf den Balkon über Nacht zum Abkühlen stellen. *)

Am Folgetag hat man statt der Brühe eine glibbrige Masse - das kommt von den Knochen, auf die man bei der Herstellung von kräftigen Suppen nie verzichten sollte - schmeckt wesentlich besser als Brühen nur vom Fleisch! Die Knochen und Fleischstücke rausangeln, vom gehärteten Fett bleibt die Hälfte in der Brühe - hier bloß keinen Diätanfall kriegen, Fett ist Geschmacksträger - und soo ungesund, wie gerne behauptet wird, ist das nicht! - den Rest entweder wegwerfen, als Bratenfett aufheben oder für die Winterfütterung von Vögeln (gemischt mit Kerndln und Haferflocken in Blumentöpfe gebazt) aufheben.

Die Knochen und Fleischstücke abfieseln - Fleischstücke klein schneiden und zurück in den Topf schmeißen, Sehnen, Fett usw. dem Hund schenken. Die Brühe mit den Fleischstücken erhitzen, geputztes und kleingeschnittenes Suppengrün bzw. Suppengemüse dazugeben und leicht simmern lassen. Derweil die Zwiebeln grob würfeln und in einer Pfanne anbräunen - Fett braucht's dabei nicht, wer mag kann aber bissl Rindfleischfett oder cholesterinfreies Rapsöl als Geschmacksverstärker zugeben. Sobald die Zwiebeln leichte Bräune zeigen, rein in den Topf - dann den in Streifen oder sonstwie kleingeschnibbelten Kohl ebenfalls in der heißen Pfanne portionsweise kurz anbräunen, bevor er in den Suppentopf kommt. Man kann diesen Schritt auch überspringen, aber ich finde, dieses bißchen Mehraufwand lohnt sich - der Geschmack des Eintopfes wird kräftiger und intensiver. Das Ganze dann bei geschlossenem Deckel 10 - 20 min köcheln lassen (Jaromakohl hat eine kürzere Garzeit als normaler Weißkohl, kostet aber mehr - bei Kohl muß man sich um das Verkochen von Vitaminen nicht allzuviel Gedanken machen, die bleiben auch bei längerer Garzeit erhalten).

Zum Schluß mit Salz, reichlich gemahlenem Kümmel und etwas Pfeffer abschmecken. Ganz Hartgesottene können auch eine (kleine!) Prise Chilipulver zugeben - das unterstreicht den Geschmack des Ganzen.

Wer diesen Eintopf in Schraubgläsern aufheben will: die Gläser und Deckel sollten idealerweise vorher mit kochendem Wasser ausgespült worden sein. Die kochend heiße Suppe einfüllen, Deckel drauf und dann kopfüber zum Abkühlen stellen - so hält sich der Eintopf auf jeden Fall mindestens 4 Wochen (länger hab ich noch nicht ausprobiert).




*) Besonders im Sommer werden Suppen (vor allem Geflügel, aber auch Rindfleisch) relativ schnell schlecht. Deshalb macht es Sinn, NICHT mit abgeleckten Löffeln aus dem Topf zu kosten, und man sollte zusehen, daß man die Brühe möglichst schnell zum Abkühlen bringt.

Mittwoch, 13. Oktober 2010

Zwiebelleber zu Tomaten-Bohnen












  • ungefähr 500 g grüne Bohnen (für 2 Personen) waschen und putzen
  • in ca. 250 l Salzwasser etwa 10 - 12 Minuten weichgaren

Derweil pro Nase ca.
  • 150 g Leber in grobe Streifen schneiden
  • 1 Gemüsezwiebel grob hacken
  • 2 EL Rapsöl - stark erhitzen, Zwiebelwürfel und Leber zugeben und kräftig anbraten
unter mehrmaligem Wenden etwa 4 - 5 Minuten schmoren lassen,
  • Prise Salz und n. B. Pfeffer drüber, auf die Seite stellen.

In einer weiteren Pfanne
  • ca. 1 EL Rapsöl und
  • 1 EL Butter erhitzen (nicht zu stark!)
  • 250 g halbierte Cherrytomaten
und die abgegossenen grünen Bohnen reinrühren, kurz zusammen schmurgeln lassen (so 2 - 4 Minuten reicht)
  • mit etwas Kräutersalz abschmecken - fertig.

Buntes Pfannengemüse mit Schweinenackensteaks

Zubereitungszeit alles in allem knapp eine halbe Stunde.

Für 2 Leute braucht man
  • 2 Schweinenackensteaks (ca. 300 g)
  • 1 - 2 Zwiebeln, grob gehackt
  • 2 - 3 Blatt Wirsing, in feine Streifen geschnitten
  • 1 EL Butterschmalz
  • ca. 100 g Blumenkohlröschen
  • ca. 200 g grüne Bohnen
  • ca. 1/2 Porree
  • 1 Handvoll Würfel vom Kürbis
  • Salz, etwas Chilipulver, reichlich gemahlener Kümmel


Die Steaks in schmale Streifen schneiden und mit den Zwiebelwürfeln im erhitzten Butterschmalz kräftig anbraten, bis sich alles goldbraun verfärbt. Die Wirsingstreifen, die grünen Bohnen, die Blumenkohlröschen zugeben und mit dem Pfanneninhalt vermischen, etwas Wasser (1/2 Kaffeetasse reicht) zugeben. Mit den Gewürzen abschmecken, Deckel drauf und bei mittlerer Hitze alles ca. 8 - 10 Minuten vor sich hinschmurgeln lassen. Den in Ringe geschnibbelten Porree und die Kürbiswürfel zugeben, umrühren und nochmal bei geschlossenem Deckel reichlich 5 Minuten köcheln lassen - bei Bedarf noch etwas Wasser zugeben, aber nur so viel daß es vor dem Servieren verdampfen kann. Zum Schluß nochmal abschmecken - fertig.

Im Sommer gebe ich solchen Gerichten gerne was Kühles als Beilage zu, am liebsten einfach Naturjoghurt aus dem Kühlschrank mit Kräutern und Kräutersalz verrührt.

Nohut - zum Kichern...

...wäre das, wenn's nicht so saublöd wär'. Nohut, Kichererbseneintopf, eine meiner leichtesten Übungen, wahnsinnig lecker, low-carb-tauglich, zur Feier des Tages mal mit besonders leckerem Lammfleisch.

So geht's (eigentlich):

  • 200 g trockene Kichererbsen
  • etwas Olivenöl
  • 1 - 2 Zwiebeln
  • 500 g Lammfleisch m. Knochen
  • Knoblauch n. B.
  • 1/3 Tube Tomatenmark
  • 500 g Tomaten in Scheiben
  • ca. 250 - 300 ml Wasser
  • 1 - 2 mild-scharfe Chilischoten
  • ca. 1 EL Paprika rosen-scharf
  • Salz, Pfeffer
  • 3 - 4 Frühlingszwiebeln in feinen Ringen
Die Kichererbsen am Vortag in eine Schüssel mit kaltem Wasser geben, darin sollen sie 12 -24 Stunden quellen. Die Erbsen, die nach dem Quellen oben schwimmen, abschöpfen und wegschmeißen, den Rest abgießen und kurz unter fließendem Wasser abspülen. *)

Weiter im Text: in einem großen Topf oder Pfanne das Öl erhitzen, die grob gehackten Zwiebeln rein, das Lammfleisch rein und von allen Seiten anbraten. Knofi, Tomatenmark dazugeben und im Fett mit erhitzen, dann die Tomatenscheiben dazu (wer ningelig ist kann die Tomaten ja vorher schälen, mir isses zu viel Aufwand), mit bissl Wasser oder Gemüsebrühe aufgießen, aufkochen lassen. Die Kichererbsen zugeben und unter Rühren aufkochen lassen, dann Deckel drauf, Herd runterschalten und ungefähr 45 - 60 min simmern lassen.

Jetzt kommt's: zwischendurch immer mal gucken, ob was anbrennt, kurz umrühren, notfalls noch bissl Wasser nachgießen - eigentlich keine schwierige Übung. Außer natürlich man ist bissl wirr und meint nach einigen Jahren, diesen Schritt nach all der Zeit und mit all der Kochroutine überspringen zu können. Wenn sich zu dieser Routineabweichung noch ein neuer Kochtopf mit anderen als den gewohnten Kocheigenschaften gesellt, dann kann das Ergebnis ziemlich beschissen aussehen...

Naja. Ich gehe mal von der positiven Annahme aus, daß andere Leute schlauer sind als ich.

Wenn die Kichererbsen durch sind den Eintopf mit den Gewürzen abschmecken. Ach ja - und das Fleisch rausangeln, vom Knochen lösen und stückig schneiden, dann wieder reinwerfen (nicht die Knochen!).


Zum Schluß die Frühlingszwiebelringe zugeben (wer's lieber mag kann stattdessen auch Schnittlauch oder Petersilie nehmen, man muß so'n Rezept ja nicht allzu eng sehen) und -





Guten Hunger!
 

*) Verschiedentlich liest man, daß man die Kichererbsen nicht im Einweichwasser kochen soll, weil sich "unverdauliche Giftstoffe" im Einweichwasser gelöst haben. Genau genommen handelt es sich um das in Hülsenfrüchten in unterschiedlicher Konzentration enthaltene Phasin, das je nach Empfindlichkeit / Veranlagung des Konsumenten zu Vergiftungen führen kann, wenn man es roh ißt (kennt man von Bohnen, die soll man auch nicht roh essen, wenn man nicht den Rest des Tages mit den beiden "K's" - Kopfschmerz und Kotzen - verbringen will). Also: die eingeweichten Erbsen abspülen kann nicht schaden, wenn man das Einweichwasser zum Kochen verwendet schadet's auch nicht, vorausgesetzt, die Garzeit 10 - 15 min. wird nicht unterschritten.

Spinat-Feta-Quiche




Dieser Spinat-Salzlakenkäse-Kuchen ist gestern auf unserem Abendbrottisch gelandet, und er schmeckte einfach klasse!

Eigentlich stammt das Rezept aus dem NEUEN (lila) großen LOGI-Kochbuch (gibt auch noch ein grünes, das ist noch schrecklicher), mit dem ich so einigermaßen auf Kriegsfuß stehe, weil es unübersichtlich, überkandidelt und für meine in die Gerontoabteilung vorausgeeilten Augen kaum lesbar ist (riesige Buchstaben, aber die in zartem Hellgrün auf weißem Grund...), aber das eine oder andere Schmankerl läßt sich damit halt doch nachkochen.

Also, für diese Quiche braucht's folgende Zutaten:


Boden
  • ca. 180 - 200 g frischer 1) geriebener Hartkäse (laut Buch 150 g Ricotta und 30 g Parmesan - zeig mir mal wen, der das Zeug anschließend noch auseinanderschmecken kann...)
  • 150 g Frischkäse (Vollfettstufe)
  • 2 Eier
  • 35 g Kichererbsenmehl 2) (ein gehäufter Eßlöffel tut's auch - und wer sich 'normal' ernährt, kann stattdessen auch dieselbe Menge Weizen- oder Dinkelmehl nehmen, es kommt auf die Klebeeigenschaften der Mehlsorte an)
  • bissl Olivenöl (für die Spitzentänzerinnen unter uns: 1 TL)
  • Salz, Pfeffer (hab ich weggelassen, die Käsesorten sind schon salzig genug)
  • bissl Butter für die Form

Oben drauf
  • ca. 600 g gefrorener Blattspinat (wenn's 'ne 750 g Packung ist, würd' ich alles verwenden, 150 g Spinat als Rest im Tiefkühler ist ja auch Quatsch)
  • Salz, Pfeffer, gemahlene Muskatnuß
  • 125 g Feta (wer keine Waage hat: es kommt echt nicht auf die Menge an, wenn man nicht grad Kalorien zählt)
  • 100 ml Milch (Originalrezept 150 ml)
  • 2 Eier (Originalrezept 3 Eier)
So, vor dem Anfangen erstmal Herd vorheizen: 180 °C oder bei Umluft 160 °C.

Dann den Hartkäse reiben (ich schmeiß das in den Mixer), mit dem Frischkäse und den anderen Zutaten für den Boden verrühren, das wird dann so eine relativ dickflüssige Masse. Wer eine Silikonbackform hat, kippt den 'Teig' direkt da rein, andere sollten ihre Quiche- oder Springbackform mit der Butter einfetten, bevor sie den Teig da reingeben. Im vorgeheizten Ofen wird dieser Boden dann auf der mittleren Schiene 10 - 12 min. vorgebacken.

Derweil den Spinat mit sehr wenig Wasser kochen, bis er ganz aufgetaut ist und die Flüssigkeit komplett verdampft (wenn's nicht klappt: einfach überschüssige Flüssigkeit abgießen), sparsam mit Salz, Pfeffer und Muskatnuß abschmecken, auf dem vorgebackenen Boden verteilen. Den Feta kleinschneiden (für die Haptiker unter uns: zerkrümeln) und über dem Spinat verteilen.

Zum Schluß wird die Milch mit den 2 (3) Eiern verkleppert und über dem Spinat-Feta-Gekrümel verteilt - die Empfehlung aus dem Buch, die Eiermilch "kräftig" zu würzen würde ich nicht befolgen - ist so schon salzig genug.

So, jetzt das Ganze in den Ofen - der ist ja noch aufgeheizt - und bei 175 °C (Umluft 160 °C) wieder auf der mittleren Schiene 30 Minuten backen.

Wenn der Kuchen fertig ist, fällt's schon schwer, nicht gleich die Zähne reinzuschlagen. Ich empfehle es trotzdem, er läßt sich nach 15 - 30 Minuten Abkühlen einfach besser zerteilen (warm genug isser dann auch noch).


Der Kuchen reicht locker für 4 erwachsene Menschen oder 12 Diätberaterinnen. Alles in allem kann man eine gute Stunde Zeit für die Zubereitung einplanen.


1) ich hab's schon mal mit diesem fertig geriebenen Parmesan aus der Dose probiert: zu krümelig, zu trocken.
2) Kichererbsenmehl gibt's in Reformhäusern oder (preiswerter) beim Asiaten - da steht dann meistens "Gram flour" drauf.

Herzhafter Quarkkuchen

Dieses Rezept habe ich so ähnlich im LOGI-Forum gefunden und finde es außerordentlich praktisch, wenn man - weil man beispielsweise viele Eigelbe für's Vanilleeis braucht - Eiweiß zu verarbeiten hat. Eigentlich wollte ich aus dem Eiweiß Kokosmakronen machen - geht schnell, kostet wenig und ist auch bei kh-reduzierter Kost eßbar.

Aber dann ist mir die Prise Salz, die's beim Eiweißschlagen immer braucht, bissl zu üppig geraten - also hatte ich
  • 4 steifgeschlagene Eiweiß, leicht gesalzen

zuviel. Dazu noch

  • 1 Becher Quark (250 g)
  • 150 g Kochschinken, fein gewürfelt
  • 200 g Emmentaler, gerieben
  • 1 Prise Muskatnuß
  • ca. 80 g gemahlene Haselnüsse (Mandeln gehen auch)

dazugerührt, in meine Silikon-Auflaufform (Tarteform, eingefettete Springform oder was halt grad da ist geht auch) gekippt, bissl glatt gestrichen und ungefähr 40 min. bei 160 °C gebacken.

Nach dem Backen erstmal abkühlen lassen, dann läßt sich das Ergebnis prima aus der Hand essen, einfrieren oder am nächsten Tag schnell mal in der Micro aufgewärmt zu 'nem frischen Salat verputzen - schnell gemacht und für Berufstätige auch bequem als Bürofutter mitzunehmen.


In so'n Quarkkuchen kann man statt Schinken auch krümelig angebratenes Hack, statt Nix auch fein geschnittenen, kurz angedünsteten Porree oder bunte feine Paprikawürfel mit oder ohne Chorizo-Streifen einbacken - alles eine Frage der Laune, der Ideen oder der Notwendigkeit, den Kühlschrank für den nächsten Wocheneinkauf zu leeren.

Reichen tut der Kuchen mit diesen Mengenangaben für 4 Leute - wenn's dazu 'nen grünen Salat gibt, isses eine vollwertige Hauptmahlzeit, die gut sättigt.

Wie schon bei der Spinat-Feta-Quiche rate ich auch hier zu sparsamem (eigentlich gar keinem) Salzen, der geriebene Käse ist eigentlich schon salzig genug, wenn dann noch Wurst- oder Schinkenreste mitgebacken werden ist das Ergebnis ausgesprochen würzig - noch mehr Salz schmeckt dann nicht mehr. Wenn man Hackfleisch und Gemüse mit reinbackt, beim Abschmecken bedenken: der Käse gibt erst während des Backens seinen salzigen Geschmack in den Teig ab, also auch dann etwas sparsamer würzen als der Geschmackssinn empfiehlt.